Von Hütte zu Hütte im Tiroler Ötztal

Karin Leeb und Martin Klein erkunden Berghütten und sammeln Ideen

Wann gilt eine Ski- und Almhütte als erfolgreich? Wenn der Barkeeper im Hotel, wo man gerade eingecheckt hat, auf die Frage nach „der besten Skihütte“ ohne Zögern eben diese Hütte nennt. So geschehen im Tiroler Ötztal im Naturhotel Waldklause, wo uns ein sympathischer Kärntner in die „places to be“ in Sölden und Hochgurgl-Obergurgl eingeführt hat. Uns war sofort klar: Wenn uns DAS mit der AlmZeitHütte gelingt, sind wir einen großen Schritt weiter.

Zurück zum eigentlichen Zweck unserer Erholungs- und Recherchereise ins Ötztal: Die gigantischen Skigebiete kennenzulernen und von Hütte zu Hütte zu fahren, um Ideen für die Weiterentwicklung unserer AlmZeitHütte zu sammeln.

In Sölden treffen wir bei Sturm und Schneefall unseren Skiguide „Manni“, der uns durch eines der modernsten, leistungsstärksten und eindrucksvollsten Skigebiete der Ostalpen begleitet. Erste aufschlussreiche Station: die Gampe Thaya, die ursprünglichste und authentischste Hütte, die wir auf unserer Reise gesehen haben. Keine Inszenierung, keine Après-Beschallung, sondern niedrige Räume, echtes altes Holz, Kachelofen-Wärme. Selbstgemachtes, Produkte aus eigener Landwirtschaft, eben Langsamkeit statt systemgastronomischer Emsigkeit und ein Wirt, der hinter dem steht, was er macht.

Nächste Station ist die Heidealm mit großer Holzterrasse und Lounge-Bereich (!). Hier fallen uns eine Reihe von netten Details auf, z.B. der Skischuh-Abkratzer am Eingang und eine „Raucher-Gondel“. Am Ende unseres Skitages führt uns Manni ins Epizentrum des inszenierten Söldener Après-Skis – zum Philipp, der (lt. Webseite) „kultigsten Après-Ski-Bar in Sölden“. Die Panorama-Alm besuchen wir auf eigene Faust, eine top-moderne perfekte Après-Bar, in der sogar die durch DJ Ötzi bekannt gewordene „Antonia aus Tirol“ auftritt.

Bei Schneefall wandern wir am nächsten Tag zur Hütte am Feuerstein (perfekte Großgastronomie mit modernen Akzenten). Hier staunen wir über die Perfektion und die Durchgängigkeit des Erlebnisses. Vom Parkplatz weg ist nichts dem Zufall überlassen. Ströme von Wanderern und Tourengehern werden zur Hütte geleitet. Der Weg ist trotz Neuschnees picobello präpariert. Am Wegesrand stehen fein säuberlich aufgestapelt die Rodeln jener, die die Talfahrt bereits hinter sich haben. Sogar an Flutlicht ist gedacht – für ein perfektes Nacht-Erlebnis nach stimmungsvollem Hüttenabend. Im wildromantischen Hochtal dürfen eine Aussichtsplattform, ein Foto-Point und eine Kapelle nicht fehlen. Dr. Mikunda (der Herr über die perfekte Inszenierung) hätte seine helle Freude! Oder war dort auch ein hochprofessioneller Planer mit am Werk? Wir nehmen es fast an.

In Hochgurgl-Obergurgl besuchen wir die Nederhütte: perfekte Großgastronomie mit gutem Essen und feinen Getränken, im Service schneidige Burschen und fesche Madeln. Einige Tische tragen liebevolle Bezeichnungen (z.B. Weiberleit-Stammtisch). Da haben wir doch glatt wieder eine nette Idee für die AlmZeitHütte mitgenommen.

Zum würdigen Finale besuchen wir die Hohe Mut Alm, eine weitum bekannte Hütte mit Blick auf sage und schreibe 21 Dreitausender und Gletscher. Die Positionierung lässt uns stark an die AlmZeitHütte denken: Ideal mit einer Gondelbahn erreichbar, top Terrasse, viele Nicht-Skifahrer, Hüttenabend einmal die Woche. Wobei das Niveau der Stuben und der gastronomische Anspruch sehr hoch sind, Fine Dining auf 2.670 Metern sozusagen. Mit riesengroßem Weinkeller, Kristall-Leuchter-Stuben und feinster Tischkultur (wenn man es will).

Unser Fazit: Schon jetzt brauchen wir uns mit unserem Hüttchen (das den Bergbahnen Turracher Höhe gehört, liebevoll nennen wir es unser Eigen) nicht  zu verstecken. Mit seiner Gastfreundschaft nimmt das engagierte Team die Besucher sprichwörtlich in den Arm. Die Qualität der Speisen und Getränke ist top. Die Preise sind moderat und familientauglich. Die Terrasse ist ein Schmuckstück. Für den Innenausbau werden wir unsere vielen Eindrücke und Ideen, gemeinsam mit jenen des Design-Duos Satek/Kreuzspiegl, einfließen lassen, um im Juni 2012 mit einer noch gemütlicheren AlmZeitHütte zu starten.

Wir sind gespannt und freuen uns schon jetzt darauf!

Ihre

Karin Leeb & Martin Klein

http://www.facebook.com/AlmZeitHuette

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