Der Bergfrühling ist da! Bis er auf fast 2.000 Metern Höhe ankommt, dauert es ein bisschen länger als im Tal. Dafür entfaltete er sich in aller Farbenpracht.
Wer sich jetzt auf eine Wanderung begibt, taucht förmlich in ein Blütenmeer ein: zartblaue Vergissmeinnicht, pralle Sumpfdotterblumen, Enzian, schneeweiße Berganemonen und die Alpenrosen (hierzulande „Almrausch“ genannt), die in ein paar Tagen in voller Blüte stehen werden. Wunderschön sind die anzuschauen und wissen so manche Geschichte zu erzählen.
Das Windröschen, auch Anemone genannt, verdankt seinen Namen einer griechischen Legende: Die Göttin Flora und ihr Mann Zephyr, der Gott des Windes, lebten friedlich zusammen. Doch eines Tages verliebte sich Zephir in die Nymphe Anemona – worauf sie die Göttin Flora kurzerhand in eine Blume verwandelte.
Wer Haus und Stall vor Dämonen schützen möchte, behilft sich mit Sumpfdotterblumen. Getrocknete Sumpfdotterblüten, an Walpurgis (30. April) vor die Tür des Stalles gestreut, sollen die Hexen abhalten. So glaubte man jedenfalls in früheren Zeiten.
Als Symbol für die Treue gilt der blaue Enzian. Pflücken sollte man ihn dennoch nicht. Er steht, wie auch der Almrausch, unter Naturschutz.
Mehr Geschichten – und die schönsten Blumenplätze – wissen unsere Wanderbegleiter Herbert und Isabella. Sie lassen sich für jeden Tag und für jede Witterung genau die richtige Route einfallen. Wie wir aus eigener Erfahrung berichten können: Ein Genuss fürs Auge sind Blütenwanderungen allemal und wohltuend obendrein.