Folge 7 – Wie man die Sache anfängt, so gerät sie.
Das neue Kupferdach am Chinaturm ist fertig und glänzt in voller Pracht.
Frühling 2012: Wenn das Kupferdach die Sonne reflektiert, ergeben sich ganz neue Lichtspiele am und im Chinaturm. Der rote Außenanstrich beginnt zu leuchten und innen, zum Beispiel im Teehaus, erhellt sich der Raum bis hinauf zu den Dachbalken. Schön schauts aus!
Kaum sind die letzten Gäste Mitte April abgereist, beginnen auch schon die Umbauarbeiten. Gut 30 Dachdecker und Zimmerer arbeiten vier Wochen lang in 2 Schichten – so eifrig, dass sie sogar eine Woche früher fertig werden als geplant. Alles geht Hand in Hand. Zuerst wird rund um den Chinaturm alles abgedeckt, dann entsteht das Baugerüst. Zwei Wochen dauert es, das schadhafte Ziegeldach abzutragen. Parallel dazu fertigen die Zimmerer den neuen Unterbau. Stück für Stück bringen die Dachdecker das Kupfer an, jedes Stück wird vor Ort zugeschnitten und angepasst. Täglich im Einsatz ist auch der Minibagger, der Tonnen von abgeschlagenen Ziegeln vom Chinaturm zum Schuttcontainer fährt.
Das Wetter spielt fast immer mit. Von Sonne bis Schneefall ist alles mit dabei und dort, wo für kurze Zeit Schnee auf dem Kupferdach liegt, fängt es bereits an zu patinieren. Vermutlich wird es sich im Laufe der Zeit bräunlich verfärben. Denn wie das Kupfer patiniert, hängt auch vom Umgebungsklima ab.
Peter Tschuschnig, Hochschober-Prokurist und Bauleiter, erzählt, mit wie viel Engagement und Freude die Handwerker bei der Sache waren. Schließlich hat man nicht alle Tage einen so exotischen Auftrag. Die Dachdecker von City Dach aus Klagenfurt, die Zimmerer und Handwerker von der Baufirma Ehrenreich aus Tamsweg und die Maler der Firma Mayr, ebenfalls aus Tamsweg, haben ihren Auftrag mit Bravour gemeistert. Gute Voraussetzungen für ein möglichst langlebiges Dach.