Archiv der Kategorie: Wortreich

Aktuelle Lesetipps aus dem Wortreich

Gerade rechtzeitig für genussvolle Lesestunden in der Osterwoche – oder auch später – sind neue Bücher im Wortreich eingetroffen.

Seine Lesungen begeistern, seine Texte amüsieren und berühren: Mit überwältigendem Erfolg erzählt der Schauspieler Joachim Meyerhoff aus seinem Leben. In seinem zweiten Buch, Wann wird es endlich so wie es nie war, schildert er seine Kindheit und Jugend, humorvoll, mitunter skurril. Denn Joachim Meyerhoff wuchs auf dem Gelände einer Jugendpsychiatrie auf, deren Direktor sein Vater war.

Antonia hat ein Leben, von dem viele träumen. Doch sie hat auch Geheimnisse und Angst, ihre Vergangenheit könnte sie einholen. Besser, der zweite Roman von Doris Knecht, ist eine ebenso schwarze wie komische Geschichte über das richtige Leben im falschen. „Einfach saugut geschrieben“ sagt der Kritiker von Ö1. Tipp: Am 23. November wird Doris Knecht im Wortreich zu Gast sein und aus „Besser“ lesen.

Wozu brauchen wir noch Journalisten? Diese provokante Frage stellt ZIB2-Anchorman Armin Wolf. Sein Buch befasst sich mit den dramatischen Umbrüchen in der Mediennutzung, der veränderten Rolle von Journalisten und gibt Einblicke in seine Arbeit als politischer Interviewer. Mit Sicherheit eine spannende Lektüre.

Einblicke in eine ganz andere Welt gibt Mo Yan, Literaturnobelpreisträger 2012, in seinem Buch Frösche. In farbenprächtigen, oft auch komischen Szenen erzählt Mo Yan von den Schicksalen der Frauen und Kinder in seiner ländlichen Heimat und von den dramatischen Folgen der Ein-Kind-Politik für die Menschen in China.

Sie waren bereits im Wortreich zu Gast: das Autoren-Duo Klüpfel-Kobr, die Erfinder des Kommissars Kluftinger. In ihrem jüngsten Krimi Herzblut plagt sich der Kommissar einerseits mit mehreren Mordfällen herum, andererseits quälen ihn gesundheitliche Malaisen und der deswegen drohende Entzug der geliebten Kässpatzen. Für den Allgäuer fast noch schlimmer als die ärztliche Verordnung zum Yogakurs.

So wars früher: Eifrige Zimmermädchen

Wer erinnert sich noch an Klingeln in Hotelzimmern? Oder an das Schuhputzservice? Was sich heute nostalgisch anhört, war in den 60er/70er Jahren in vielen Hotels, so auch im Hochschober, ganz selbstverständlich.

Einblicke in frühere Hochschober-Zeiten verdanken wir Barbara Leeb und ihrer Biografie „Jahresringe erzählen“. Darin schildert sie unter anderem, wie umfangreich die Aufgaben der Zimmermädchen damals waren. Von der Ankunft bis zur Abreise kümmerten sie sich nicht nur um Sauberkeit und Ordnung in den Zimmern, sie halfen auch beim Koffertragen und putzten in aller Frühe die Schuhe der Gäste.

In den 1960er Jahren waren im Hotel Hochschober zehn Zimmer mit Bad, WC und Bidet ausgestattet. Für die Gäste der anderen Zimmer gab es auf jeder der drei Etagen ein Bad, für dessen Benützung sie einen Aufpreis zahlten.

Hatte ein Gast einen Wunsch, bediente er (oder sie) die Zimmerklingel. Telefone auf den Zimmern gibt es bei uns seit 1979. Über das Klingelsystem wachten die Zimmermädchen, die umgehend wussten, in welchem Zimmer gerade Hilfe gefragt war.

Ihre Schuhe stellten die Gäste abends vor die Zimmertüre, um sie dort in der Früh geputzt vorzufinden. Hatte man Glück, waren es die eigenen. Denn manchmal vertauschten Spaßvögel in der Nacht die Schuhe …

Mehr über Barbara Leebs Erinnerungen lesen Sie im Buch „Jahresringe erzählen“, das Sie bei uns im Hotel-Shop bekommen oder online bestellen können.

Im Wortreich zu Gast: Dr. Roman Szeliga

Am 2. und 4. März ist Dr. Roman Szeliga zu Gast im Wortreich und befasst sich mit dem Thema Mut. Der Arzt und Gründer der ClinicClowns hat viel Erfahrung, einerseits mit dem Humor und dem Lachen, das er an die Betten kranker Kinder bringt. Andererseits mit dem Mut, den manche der kleinen Patienten aufbringen müssen in ihrem Kampf gegen die Krankheit. Doch nicht nur sie, wir alle brauchen Mut und nicht zuletzt den, uns selbst nicht zu ernst zu nehmen. Freuen wir uns auf ein humorvolles Gespräch!

Dr. med. Roman F. Szeliga ist Facharzt für Innere Medizin, Mitbegründer des Vereins CliniClowns (Ärzte des Lachens), Business-Trainer und Buchautor (u.a. „Erst der Spaß, dann das Vergnügen“). Der ehemalige Topmanager eines großen Pharmakonzerns ist zugleich österreichischer Staatsmeister der Zauberkunst.

Im Wortreich zu Gast: Jana Revedin

Die weitgereiste Architektin und Schriftstellerin Jan Revedin ist am 13. Februar zu Gast im Wortreich. Neben Publikationen fachlicher Natur schreibt Jana Revedin auch Romane. Bei uns liest sie aus ihrem gerade erschienen Buch „Den Haselweg hinauf“ über menschliche Sehnsüchte, die Frage nach der großen Liebe, Scheitern und Gelingen. Man darf gespannt sein!

Beruflich außerordentlich erfolgreich und engagiert, hat sich Jana Revedin dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben. Während ihrer Lehrtätigkeit an der Universität von Karlskrona/Schweden rief sie 2006 den Preis GLOBAL AWARD FOR SUSTAINABLE ARCHITECTURE ins Leben. Dieser Preis wird jährlich an fünf internationale Architekten verliehen, die sich speziell um Nachhaltigkeit in der Architektur verdient machen. Jana Revedin ist neben ihrer Tätigkeit als Architektin mit eigenem Büro in Villach wissenschaftliche Sonderbeauftragte der UNESCO.

Neuzugänge

Was macht man an einem trüben Wintertag? Lesen! Zum Beispiel bei uns oben am Berg im Wortreich. Gerade sind einige neue Bücher eingetroffen:

„Ein zartes melancholisches Buch von großer sprachlicher Schönheit und Klarheit“ so schreibt die Süddeutsche Zeitung über Ich nannte ihn Krawatte. Milena Michiko Flašar, Österreicherin mit japanischer Mutter, siedelt ihre Geschichte über zwei Außenseiter auf einer Parkbank in Japan an.

Im Atlas eines ängstlichen Mannes führt Christoph Ransmayr seine Leser in 70 Episoden – jede beginnt mit den Worten „ich sah” – von der Arktis bis nach Südafrika, von Österreich bis nach Irland, von Kambodscha bis nach Paraguay. Ein Reisebuch der besonderen Art.

Fast 500 Seiten dick, spannend vom Anfang bis zum Ende, ist Böser Wolf, der jüngste Krimi aus der Feder der deutschen Erfolgsautorin Nele Neuhaus.

In sein Barcelona entführt Carlos Ruiz Zafón in seinem jüngsten Roman Der Gefangene des Himmels. „Ein Abenteuer-, Schauer- und Eheroman mit fantastischen Zügen“ schreibt dazu Die Presse.

Zwar nicht neu am Markt, aber neu in unserem Sortiment ist „Wir waren die Mulvaneys“ von Joyce Carol Oats. Eine spannend-verstörende Geschichte über eine Familie, deren heile Welt plötzlich aus den Fugen gerät. Ein feinfühliger Roman mit unerwarteter Wendung.

Österreich liest – Treffpunkt Bibliothek

Kennen Sie das Gefühl, ganz in ein Buch, in eine Geschichte zu versinken? Die Umgebung zu vergessen und mitten in einer anderen Welt zu sein? Und dann irgendwann wieder aufzutauchen, erheitert oder berührt, erfüllt mit neuen Bildern, jedenfalls erfrischt und entspannt?

Die Lust am Lesen zu wecken, das ist das Ziel der österreichischen Bibliotheken. Unter dem Motto „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ veranstalten sie seit sieben Jahren das größte Literaturfestival in Österreich, heuer vom 15. bis 21. Oktober.

Auf dem Programm stehen Lesungen, Literaturwanderungen, Lesenächte und Workshops für Kinder. Renommierte Autorinnen und Autoren werden im Laufe dieser Woche in ganz Österreich in Bibliotheken, Büchereien und Schulen lesen. Auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport, Kultur, Wirtschaft, Politik und Kirche sind mit dabei.

Traditionell wird die Lesewoche mit einem bundesweiten Luftballonstart eröffnet. Auf Kärtchen notieren Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Titel ihres Lieblingsbuches sowie Namen und Anschrift. Wer ein solches Kärtchen findet, kann Kontakt zum Absender aufnehmen und so den Grundstein für eine „Buchfreundschaft“ legen. Eine nette Idee!

Welchen Titel würde ich derzeit auf das Kärtchen schreiben? „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap, eine gleichermaßen poetische wie berührend kraftvolle und historisch aufschlussreiche Geschichte.

Maja Haderlap können Sie übrigens am 22. Oktober persönlich bei uns erleben. Im Rahmen von „Literatur am Berg“ liest sie aus ihrem Roman, für den sie mit dem Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde.

Kafka-Lesung von und mit Oliver Baier

Lesung von und mit Oliver Baier am 8. Oktober 2012

Dass sich Oliver Baier bestens auf humorvolle Moderationen versteht, ist weitum bekannt. Dass er sich auch im ernsteren Literaturgenre zu Hause fühlt, davon können Sie sich am 8. Oktober im Wortreich überzeugen. An diesem Abend liest er aus dem Werk seines Lieblingsautors Franz Kafka. Kafkas Prosa, großteils erst nach seinem Tod veröffentlicht, gehört zu den bedeutendsten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts. Die tiefe Symbolik gibt immer wieder Anlass für Neudeutungen und Neuinterpretationen. Oliver Baier liest außerdem aus den Tagebuchaufzeichnungen Kafkas, die Persönliches und Literarisches enthalten. Freuen Sie sich auf Oliver Baier in ungewohnter Rolle!

Bekannt ist Oliver Baier vor allem als Moderator eigenwilliger Radio- und Fernsehshows. Darüber hinaus ist er regelmäßig auf Theaterbühnen und in Filmen zu sehen. Aktuell moderiert er in ORF 1 die kuriose Quizshow „Was gibt es Neues?“. In Ö1 ist er im „Café Sonntag“ zu hören, wo er bekannte Künstler und Persönlichkeiten aus der Kulturszene interviewt.

Vom Erinnern, Reisen und Vergessen

Besondere Höhepunkte erwarten Lesefreudige bei „Literatur am Berg“ im Oktober. Freuen Sie sich mit uns auf ernste, amüsante und berührende Momente.

Am 8. Oktober zeigt sich der Moderator und Schauspieler Oliver Baier von einer ungewohnten Seite. Dass er sich bestens aufs humorvolle Genre versteht, stellt er im Radio und im Fernsehen unter Beweis. Bei uns im Wortreich widmet er sich der hohen Literatur und verneigt sich vor einem seiner Lieblingsautoren: Franz Kafka.

Dr. Konrad Paul Liessmann, Professor für Philosophie, begleitet Philosophen auf ihren Reisen. Deren – und seine – Erkenntnisse bringt er uns am 20. Oktober am Kamin nahe. Das Motto seiner kleinen Urlaubsphilosophie stammt von einer Postkarte, die Theodor W. Adorno aus dem Urlaub schrieb: „Wanderungen werden unternommen, aber keine Gewaltmärsche; abends pflegt man das Kartenspiel”. Das passt doch ganz wunderbar zu unserer Idee von Urlaub!

Die Kärntner Slowenin Maja Haderlap gibt in ihrem Buch „Engel des Vergessens“ ihren Landsleuten eine Stimme. Am Beispiel ihrer Familie berichtet sie sensibel und aufwühlend vom schwierigen Los der Kärntner Slowenen. Sie spannt den Bogen ihrer Erzählung von den dunklen Tagen des zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart. Ganz zu Recht ist das Buch 2011 mit dem Ingeborg Bachmann Preis ausgezeichnet worden. Am 22. Oktober liest Maja Haderlap im Wortreich aus ihrem Buch.

Reisen durch Zeiten und Länder

„Literatur am Berg“ wartet im September mit einigen Besonderheiten auf. Neben Lesungen finden auch eine Reihe von interessanten Kamingesprächen statt.

Dr. Gerhard Trabert ist Arzt, Professor für Sozialmedizin und regelmäßig in fernen Ländern unterwegs. Am 12. September entführt er seine Zuhörer nach Grönland.

„Ich habe es nicht gewusst“ ist der Titel des neuesten Buches von Dr. Andreas Salcher, über das er am 20. September spricht. Über sein Buch, dass sich mit unserem vielfach sorglosen Umgang mit Ressourcen und kurzfristigem Denken befasst, sagt der Berater und Autor: „Wir haben nicht immer die Möglichkeit, die großen Dinge in der Welt zu ändern, aber sehr wohl die Macht, die kleinen zu korrigieren.“ Ein Thema, das uns sehr am Herzen liegt.

Mehr über die Lesung von Barbara Frischmuth, die uns am 24. September besucht, lesen Sie in einem eigenen Blog-Beitrag.

Am 26. September erzählt der Unternehmensberater Dr. Joachim Zyla von seiner Schicksalswanderung auf dem Jakobsweg, bei der ihn überraschenderweise sein 17-jähriger Sohn begleitete.

Woher wir kommen.

Am 24. September liest Barbara Frischmuth aus ihrem neuen Roman

Wie lebt man weiter, wenn der Lebensmensch stirbt oder verschollen ist, wenn einem das Kind genommen wird? In ihrem neuen Roman „Woher wir kommen“ erzählt Barbara Frischmuth die Geschichte über drei Frauen einer Familie, die an verschiedenen Orten und Zeiten vor einem Abgrund stehen. Jede entscheidet sich für einen anderen mutigen Weg – und nach dem Verlust beginnt das Leben neu. Die Geschichten der drei Frauen spielen an drei Orten, die im Schreiben von Barbara Frischmuth immer von großer Bedeutung waren – in Istanbul, Wien und Altaussee.

Ein kluges, tiefgründiges Buch, geschrieben mit einer souveränen Leichtigkeit. Und bestimmt wird es ein großer Genuss, Barbara Frischmuth, die Grande-Dame der österreichischen Literatur, am 24. September im Wortreich persönlich zu erleben.

Barbara Frischmuth, in Altaussee (Steiermark) geboren, studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und ist seitdem freie Schriftstellerin. Zu ihren bekanntesten Werken zählen ihre Romane „Die Klosterschule“, „Das Verschwinden des Schattens in der Sonne“, die zauberhaft verspielte „Sternwieser-Trilogie“, die „Demeter-Trilogie“ und „Der Sommer, in dem Anna verschwunden war“. Verfasst hat sie außerdem literarische Gartentagebücher.