gepostet am 25. Mai
von Karin Leeb
Einmal im Jahr verlegen vier Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsplatz ins Wortreich. Nicht etwa zum Schreiben oder Lesen. Sie widmen sich ganz dem Ordnen und Inventarisieren. Bei einem Gesamtbestand von 4.000 Büchern dauert diese Arbeit 2 Tage. Entstauben der Regale inklusive – wer selbst hin und wieder seine Bücherregale reinigt weiß, welche hohe Anziehungskraft diese auf Staub ausüben, selbst bei bester Rundumreinigung während des ganzen Jahres ….
Also wird jedes Buch in die Hand genommen, an seinen richtigen Platz gestellt und es wird geprüft, wie sich der Buchbestand verändert hat. So wissen wir nun, dass seit der letzten Inventur 205 Bücher neu dazu gekommen sind – durch Ankauf oder als Geschenk von Autoren und Gästen. Die meisten – nämlich 53 Stück – in der Kategorie „Literatur“.
Das eine oder andere Buch hat sich auf Reisen begeben. Und verweilt jetzt entweder irgendwo im Hotel, wo wir es bisher noch nicht entdeckt haben, oder an einem unbekannten Ort draußen in der Welt. Es möge ihm gut gehen, wo immer es sich befindet. Alles in allem halten sich die Neuzugänge und die Abgänge in etwa die Waage.
Und wir freuen uns, dass das Wortreich rund ums Jahr so viel Anklang findet und immer wieder Schauplatz von spannenden Lesungen und Gesprächen ist. Mehr über die kommenden Termine finden Sie hier.
Mehr zur Literatur am Berg
gepostet am 17. Mai
von Karin Leeb
Was speisten Hochschober-Gäste in den 1960er/1970er Jahren? Einblicke in frühere Zeiten verdanken wir Barbara Leeb und ihrer Biografie „Jahresringe erzählen“. Darin schildert sie unter anderem, wie das mit dem Essen war.
Die damalige Vollpension umfasste das – für heutige Verhältnisse – eher karge Frühstück, ein recht üppiges Mittagessen und das Abendessen. Das Frühstück wurde bis in die 70er Jahre serviert, alles kam schön portioniert auf den Tisch. Eier, Aufschnitt und Käse galten als Extras und wurden gesondert verrechnet.
Am Mittag folgte ein dreigängiges Menü, ebenso am Abend. Ihre Menüauswahl trafen die Gäste am Vortag. Auf kleinen Zettelchen kreuzten sie ihre Wünsche an. Es war üblich, daneben ein „s“ zu schreiben, was so viel hieß wie „stark – größere Portionen“, zwei „s“ standen für sehr große Portion und so weiter.
Damals war das Restaurant auch für Tagesgäste geöffnet, was die Küche mitunter an die Grenzen ihrer Kapazität brachte. Die beliebtesten Speisen waren das Pariser Pfeffersteak in feiner Sauce und die reichlich mit Fleisch, Gemüse und Pommes Frites bestückte Hochschober-Platte. Die für jene Zeit topmoderne Speisekarte zeigte alle Gerichte mit Bildern.
Buffets hielten Anfang der 70er Jahre Einzug in Österreichs Hotellerie. Anfangs waren viele Hoteliers skeptisch und befürchteten, dass ihre Gäste sie „arm essen“ würden. Bei den Gästen kam die Idee hingegen bestens an, vor allem beim Frühstück.
Wenn Sie in vergangene Zeiten eintauchen wollen, empfehlen wir Ihnen die „HochschoberN wie anno dazumal“-Woche vom 30. Juni bis 7. Juli 2013. Dann lassen wir die 1960er und 1970er Jahre wieder aufleben. Die Küche kocht Klassiker aus jener Zeit. Das Bar-Team mixt farbenfrohe Cocktails. Ein typisches Hochschober-Picknick in der Natur wird stattfinden, Barbara Leeb wird Wanderungen begleiten und aus ihrer Biografie lesen.
gepostet am 29. April
von Karin Leeb
Anregende Urlaubstage: Das ist es, worauf sich Hochschober-Gäste schon immer freuen durften. Seit den 1960er Jahren regt das Hotelprogramm zu Aktivitäten aller Art an. Das war damals etwas Besonderes, denn nur ganz wenige Hotels boten Vergleichbares an.
Einblicke in frühere Hochschober-Zeiten verdanken wir Barbara Leeb und ihrer Biografie „Jahresringe erzählen“. Darin schildert sie unter anderem, welche Programme in den 60er/70er Jahren besonderen Anklang fanden.
Geradezu legendär waren die Hochschober-Picknicks. Man traf sich am Kornock, am Schwarzsee, bei der Vastlhütte oder auf der Liegewiese beim Hotel, speiste, trank und freute sich des Lebens. Sogar nächtliche Winterpicknicks fanden statt, auf einer verschneiten Wiese Richtung Grünsee. Mit einer Schneebar und dampfenden Eintöpfen. Ringsherum ein Kreis von brennenden Fackeln – ein malerisches Bild.
Beliebt waren auch die Fondue- und Romantikabende sowie der Hausball. Geführte Wanderungen fanden von Beginn an viel Anklang. Ebenso Kreativkurse wie Holzschnitzen, Malen, Trockensträuße binden, Cocktails mixen oder Puppen basteln.
Wenn Sie in vergangene Zeiten eintauchen wollen, empfehlen wir Ihnen die „HochschoberN wie anno dazumal“-Woche vom 30. Juni bis 7. Juli 2013. Dann lassen wir die 1960er und 1970er Jahre wieder aufleben. Die Küche kocht Klassiker aus jener Zeit. Das Bar-Team mixt farbenfrohe Cocktails. Ein typisches Hochschober-Picknick in der Natur wird stattfinden, Barbara Leeb wird Wanderungen begleiten und aus ihrer Biografie lesen.
gepostet am 12. April
von Karin Leeb
Eine Sommer- und eine Wintersaison. Mindestens eine Woche Hochschober-Urlaub und Stammgäste-Gruppen, die sich Jahr für Jahr wieder trafen – die Zeiten haben sich im wahrsten Sinne des Wortes verändert.
Einblicke in frühere Hochschober-Zeiten verdanken wir Barbara Leeb und ihrer Biografie „Jahresringe erzählen“. Darin schildert sie unter anderem, wann und wie Gäste in den 60er/70er Jahren Urlaub machten.
Damals war das Hotel noch nicht das ganze Jahr hindurch geöffnet. Die Wintersaison dauerte von Weihnachten bis Ostern, die Sommersaison von Juni bis September. Für die Mitarbeiter herrschte in der Zeit zwischen den Saisonen Hochbetrieb. Alles musste in Schuss gebracht werden, Reparaturen wurden erledigt, die Wäsche wurde sortiert, damit zum Beginn der nächsten Saison alles wieder wie neu glänzte.
Die meisten Gäste blieben mindestens eine Woche, Aufenthalte von drei und vier Wochen waren durchaus üblich. Viele Gäste kannten sich untereinander und vereinbarten gemeinsame Urlaubszeiten. Im Restaurant saßen sie an Tischen zusammen und nicht selten wurde nach dem Essen an der Bar bis in die Morgenstunden gefeiert.
Mehr über Barbara Leebs Erinnerungen lesen Sie im Buch „Jahresringe erzählen“, das Sie bei uns im Hotel-Shop bekommen oder online bestellen können.
gepostet am 25. März
von Karin Leeb
Viele wunderbare Köstlichkeiten wird das festliche Vorspeisenbuffet am Ostersamstag für unsere Gäste bereit halten. Neben dem geweihten Osterschinken mit Kren im Brotteig, Ostereiern, Selchwürsteln und Bauerngeselchtem sowie der selbst kreierten Kräutersalami erwartet sie eine Besonderheit, die gefüllte Osterbutter.
Dabei handelt es sich nicht einfach um eine österlich, meist mit einem Lamm, verzierte Butter. Diese Butter birgt eine Überraschung in ihrem Inneren, nämlich Mohn, Rum, Rosinen, Haselnüsse und Zucker. Die süße Verführung schmeckt besonders gut, wenn man sie mit Reindling isst. Und Kenner kombinieren dazu den würzigen Osterschinken! Auf jeden Fall lohnt es sich, sich eine Kostprobe von der Osterbutter zu gönnen.
Wann der Brauch entstand, die Butter mit Süßem zu füllen, konnten wir nicht ergründen. Tatsache ist, dass dieser Brauch vor allem in der Nockbergeregion gepflegt wird. Neben der Butter sind die Holz-Modeln, in denen die Butter geformt wird, etwas Besonders. Sie müssen ganz exakt geschnitzt sein, damit die Butter auch wirklich jedes Detail des Motivs abbildet.
gepostet am 22. März
von Karin Leeb
Gerade rechtzeitig für genussvolle Lesestunden in der Osterwoche – oder auch später – sind neue Bücher im Wortreich eingetroffen.
Seine Lesungen begeistern, seine Texte amüsieren und berühren: Mit überwältigendem Erfolg erzählt der Schauspieler Joachim Meyerhoff aus seinem Leben. In seinem zweiten Buch, Wann wird es endlich so wie es nie war, schildert er seine Kindheit und Jugend, humorvoll, mitunter skurril. Denn Joachim Meyerhoff wuchs auf dem Gelände einer Jugendpsychiatrie auf, deren Direktor sein Vater war.
Antonia hat ein Leben, von dem viele träumen. Doch sie hat auch Geheimnisse und Angst, ihre Vergangenheit könnte sie einholen. Besser, der zweite Roman von Doris Knecht, ist eine ebenso schwarze wie komische Geschichte über das richtige Leben im falschen. „Einfach saugut geschrieben“ sagt der Kritiker von Ö1. Tipp: Am 23. November wird Doris Knecht im Wortreich zu Gast sein und aus „Besser“ lesen.
Wozu brauchen wir noch Journalisten? Diese provokante Frage stellt ZIB2-Anchorman Armin Wolf. Sein Buch befasst sich mit den dramatischen Umbrüchen in der Mediennutzung, der veränderten Rolle von Journalisten und gibt Einblicke in seine Arbeit als politischer Interviewer. Mit Sicherheit eine spannende Lektüre.
Einblicke in eine ganz andere Welt gibt Mo Yan, Literaturnobelpreisträger 2012, in seinem Buch Frösche. In farbenprächtigen, oft auch komischen Szenen erzählt Mo Yan von den Schicksalen der Frauen und Kinder in seiner ländlichen Heimat und von den dramatischen Folgen der Ein-Kind-Politik für die Menschen in China.
Sie waren bereits im Wortreich zu Gast: das Autoren-Duo Klüpfel-Kobr, die Erfinder des Kommissars Kluftinger. In ihrem jüngsten Krimi Herzblut plagt sich der Kommissar einerseits mit mehreren Mordfällen herum, andererseits quälen ihn gesundheitliche Malaisen und der deswegen drohende Entzug der geliebten Kässpatzen. Für den Allgäuer fast noch schlimmer als die ärztliche Verordnung zum Yogakurs.
gepostet am 16. März
von Karin Leeb
Wer erinnert sich noch an Klingeln in Hotelzimmern? Oder an das Schuhputzservice? Was sich heute nostalgisch anhört, war in den 60er/70er Jahren in vielen Hotels, so auch im Hochschober, ganz selbstverständlich.
Einblicke in frühere Hochschober-Zeiten verdanken wir Barbara Leeb und ihrer Biografie „Jahresringe erzählen“. Darin schildert sie unter anderem, wie umfangreich die Aufgaben der Zimmermädchen damals waren. Von der Ankunft bis zur Abreise kümmerten sie sich nicht nur um Sauberkeit und Ordnung in den Zimmern, sie halfen auch beim Koffertragen und putzten in aller Frühe die Schuhe der Gäste.
In den 1960er Jahren waren im Hotel Hochschober zehn Zimmer mit Bad, WC und Bidet ausgestattet. Für die Gäste der anderen Zimmer gab es auf jeder der drei Etagen ein Bad, für dessen Benützung sie einen Aufpreis zahlten.
Hatte ein Gast einen Wunsch, bediente er (oder sie) die Zimmerklingel. Telefone auf den Zimmern gibt es bei uns seit 1979. Über das Klingelsystem wachten die Zimmermädchen, die umgehend wussten, in welchem Zimmer gerade Hilfe gefragt war.
Ihre Schuhe stellten die Gäste abends vor die Zimmertüre, um sie dort in der Früh geputzt vorzufinden. Hatte man Glück, waren es die eigenen. Denn manchmal vertauschten Spaßvögel in der Nacht die Schuhe …
Mehr über Barbara Leebs Erinnerungen lesen Sie im Buch „Jahresringe erzählen“, das Sie bei uns im Hotel-Shop bekommen oder online bestellen können.
gepostet am 08. März
von Karin Leeb
Am 11. und 13. März, rund um den Internationalen Frauentag, widmet sich Gertraud Weghuber dem spannenden Thema begabter Frauen, die ihr Talent hinter dem ihrer Männer zurückstellten. Sie spannt den Bogen von Anna Mahler-Werfel über Clara Schumann und Giuseppina Strepponi, der Ehefrau von Giuseppe Verdi, bis hin zu Cosima Wagner.
Der damaligen Geist der Zeit gibt ein Brief perfekt wieder, den Vater Mendelssohn an seine Tochter Fanny schreib. Dort steht: „Was du mir über dein musikalisches Treiben im Verhältnis zu Felix (Mendelssohn-Bartholdy) geschrieben, war ebenso wohl gedacht wie ausgedrückt. Die Musik wird für ihn vielleicht Beruf, während sie für dich stets nur Zierde, niemals Grundbasis deines Seins und Thuns werden kann…. Beharre in dieser Gesinnung und diesem Betragen, sie sind weiblich, und nur das Weibliche ziert die Frauen.”
Mehr über das Leben dieser Frauen erzählt uns die Literatur-Expertin und Pädagogin Gertraud Weghuber aus Oberösterreich.
gepostet am 17. Februar
von Karin Leeb
Am 2. und 4. März ist Dr. Roman Szeliga zu Gast im Wortreich und befasst sich mit dem Thema Mut. Der Arzt und Gründer der ClinicClowns hat viel Erfahrung, einerseits mit dem Humor und dem Lachen, das er an die Betten kranker Kinder bringt. Andererseits mit dem Mut, den manche der kleinen Patienten aufbringen müssen in ihrem Kampf gegen die Krankheit. Doch nicht nur sie, wir alle brauchen Mut und nicht zuletzt den, uns selbst nicht zu ernst zu nehmen. Freuen wir uns auf ein humorvolles Gespräch!
Dr. med. Roman F. Szeliga ist Facharzt für Innere Medizin, Mitbegründer des Vereins CliniClowns (Ärzte des Lachens), Business-Trainer und Buchautor (u.a. „Erst der Spaß, dann das Vergnügen“). Der ehemalige Topmanager eines großen Pharmakonzerns ist zugleich österreichischer Staatsmeister der Zauberkunst.
gepostet am 06. Februar
von Karin Leeb
Die weitgereiste Architektin und Schriftstellerin Jan Revedin ist am 13. Februar zu Gast im Wortreich. Neben Publikationen fachlicher Natur schreibt Jana Revedin auch Romane. Bei uns liest sie aus ihrem gerade erschienen Buch „Den Haselweg hinauf“ über menschliche Sehnsüchte, die Frage nach der großen Liebe, Scheitern und Gelingen. Man darf gespannt sein!
Beruflich außerordentlich erfolgreich und engagiert, hat sich Jana Revedin dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben. Während ihrer Lehrtätigkeit an der Universität von Karlskrona/Schweden rief sie 2006 den Preis GLOBAL AWARD FOR SUSTAINABLE ARCHITECTURE ins Leben. Dieser Preis wird jährlich an fünf internationale Architekten verliehen, die sich speziell um Nachhaltigkeit in der Architektur verdient machen. Jana Revedin ist neben ihrer Tätigkeit als Architektin mit eigenem Büro in Villach wissenschaftliche Sonderbeauftragte der UNESCO.